Plant ID

Storchschnabelkraut

Auch bekannt als

Robert-Geranie, Rot-Robin, Stinkender Storchschnabel, Sankt-Robert-Kraut, Storchschnabel-Robert

Schnellwachsend

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Über Storchschnabelkraut

Geranium robertianum, allgemein bekannt als Storchschnabelkraut, ist ein zartes ein- oder zweijähriges Storchschnabelgewächs, das in Europa, Westasien und Nordafrika heimisch ist und sich anderswo weit verbreitet hat. Es wächst typischerweise 10–50 cm hoch mit schlanken, rötlich verzweigten Stielen und fein unterteilten, farnartigen Blättern, die beim Zerdrücken ein starkes, moschusartiges Aroma abgeben. Die Blätter verfärben sich oft bei kühler Witterung oder bei starker Beleuchtung. Von Frühling bis Herbst trägt es kleine, fünfblättrige, leuchtend rosa Blüten (ca. 1–1,5 cm Durchmesser), gefolgt von den charakteristischen schnabelartigen Samenständen der Storchschnäbel. Die Samen werden durch einen elastischen, katapultartigen Mechanismus verbreitet. Storchschnabelkraut gedeiht in Halbschatten und mageren, gut durchlässigen Böden und besiedelt häufig Waldränder, Hecken, Felsrisse, alte Mauern und andere gestörte, basenreiche Standorte. Es wächst schnell und sät sich fleißig selbst aus, verhält sich manchmal wie ein harmloses Gartenunkraut. Ökologisch unterstützt es kleine Bienen, Schwebfliegen und andere Bestäuber. Historisch wurde es in der Volksmedizin als adstringierendes Kraut verwendet, obwohl es heute vor allem wegen seiner Schattentoleranz und seiner natürlichen Ausbreitungsfähigkeit geschätzt wird.

Taxonomie

Wissenschaftlicher Name
Geranium robertianum
Gattung
Geranium
Familie
Geraniaceae
Ordnung
Geraniales

Eigenschaften & Anforderungen

Schwierigkeitsgrad: Einfach
Luftfeuchtigkeit: 30% - 80%
Boden-pH: 7
Umtopfen alle: 52 Wochen

Wie man Storchschnabelkraut pflegt

Wasser

Saatlinge gleichmäßig feucht halten, bis sie angewachsen sind. Danach toleriert Storchschnabelkraut trockenen Schatten und bevorzugt, dass der Boden zwischen den Gießvorgängen leicht austrocknet. In Töpfen gründlich wässern und dann warten, bis die obersten 2–3 cm des Substrats trocken sind, bevor erneut gegossen wird. Immer ein gut durchlässiges Substrat und Behälter mit Abflusslöchern verwenden. Längere Übersättigung vermeiden, da dies Wurzelprobleme verursachen kann, jedoch keine extreme Trockenheit während der Blütezeit zulassen, wenn man eine kontinuierliche Blüte wünscht.

Licht

Am besten in Halbschatten bis Vollschatten mit hellem, indirektem Licht. Morgensonne ist in der Regel in Ordnung, aber intensive Mittagssonne kann das Laub verbrennen, insbesondere in wärmeren Regionen oder an trockenen Standorten. In kühlen, maritimen Klimazonen verträgt es mehr Sonne, wenn die Bodenfeuchtigkeit ausreichend ist. Im tiefen Schatten blüht es dennoch, obwohl die Pflanzen dann vielleicht langbeiniger werden. Das Laub färbt sich oft bei hoher Lichtintensität oder kühleren Temperaturen rötlich, was eine normale, nicht schädliche Reaktion ist.

Nährstoffe

Storchschnabelkraut ist an nährstoffarme, oft kalkreiche Standorte angepasst und benötigt wenig bis gar keinen Dünger. Überdüngung fördert üppiges, schlaffes Wachstum und verringert die Blüte. In Töpfen eine kleine Menge reifen Kompost mit einem kiesigen, gut durchlässigen Substrat mischen und bei Bedarf einmal monatlich während der Wachstumsphase einen sehr verdünnten, ausgewogenen Dünger (z. B. 5-5-5 in Viertelstärke) anwenden. Produkte mit hohem Stickstoffgehalt vermeiden und im Winter oder bei hitzebedingter Ruheperiode nicht düngen.

Temperatur

Optimales Wachstum erfolgt bei kühlen bis milden Bedingungen (ca. 10–24°C). Die Pflanze toleriert Frost und leichte bis mäßige Gefriertemperaturen und überwintert oft als rötliche Rosette, während die Samen den Winter gut überstehen. Anhaltende Hitze über ~30–32°C kann dazu führen, dass Pflanzen stagnieren oder zurückgehen; während Hitzeperioden Schutz und gleichmäßige, leichte Bewässerung bieten. In Behältern angebaute Pflanzen sollten vor starken, langanhaltenden Frostperioden geschützt werden, insbesondere wenn die Wurzelballen vollständig gefrieren könnten.