Seidenpflanze
Auch bekannt als
Grausame Pflanze, Grausame Kletterpflanze, Weiße Blasenblume, Latexpflanze
Halten Sie den Pflegeratgeber für diese Pflanze griffbereit.
App ladenÜber Seidenpflanze
Araujia sericifera, oft Seidenpflanze oder grausame Kletterpflanze genannt, ist ein kräftiger, mehrjähriger Kletterer aus der Hundsgiftgewächse-Familie (Apocynaceae), der in den Südosten Südamerikas beheimatet ist. Sie besitzt gegenständige, weich behaarte graugrüne Blätter und trägt von Sommer bis Herbst sternenförmige weiße bis blassrosa Blüten, die einen süßen Nachtduft verströmen. Die Blütenstruktur kann vorübergehend Motten fangen, was zu ihrem gebräuchlichen Namen führt. Nach der Bestäubung bilden sich große, birnenförmige Kapseln, die sich schließlich spalten, um zahlreiche seidengekrönte Samen freizusetzen, die weit im Wind reisen. Stängel und Kapseln sondern einen klebrigen, milchigen Latex ab, der Haut und Augen reizen kann und Werkzeuge verklebt. Sehr anpassungsfähig gedeiht sie in gut durchlässigen Böden, von Küstengebüsch bis zu gestörten Standorten, und toleriert Trockenheit und leichten Frost. Im Garten bietet sie schnellen Sichtschutz, ist jedoch invasiv in vielen Mittelmeerklimazonen, wo sie Vegetation überwuchert und sich stark aussät. Regelmäßiger Rückschnitt, Entfernen der Kapseln und Eingrenzung sind erforderlich, wo Verbreitung ein Anliegen ist.
Taxonomie
Eigenschaften & Anforderungen
Wie man Seidenpflanze pflegt
Wasser
Tief, aber selten gießen. Im Boden gepflanzte Exemplare benötigen im Sommer etwa 25 mm (1 Zoll) pro Woche, angepasst an Regen und Bodentyp. Die oberen 5–7 cm (2–3 Zoll) der Erde zwischen den Wassergaben antrocknen lassen. In Töpfen gießen, wenn das Substrat zu 50–60% trocken ist, dann irrigieren bis 10–15% aus dem Topf abfließen. Im Winter stark reduzieren, den Wurzelbereich fast trocken halten. Ständige Sättigung vermeiden – diese Art mag keine staunassen Böden und gedeiht am besten mit guter Drainage.
Licht
Volle Sonne (6+ Stunden) bieten für beste Blüte und kompakte Wuchsform. Sie toleriert leichten bis mäßigen Schatten, aber wenig Licht reduziert die Blüte und fördert Geilwuchs. In heißen Binnenklimaten hilft leichter Nachmittags-Schatten, Stress zu reduzieren und Blüten zu verlängern. Im Innenbereich in der Nähe eines hellen Süd- oder Westfensters platzieren oder mit 12–14 Stunden starkem Pflanzenlicht ergänzen. Pflanzen regelmäßig drehen für gleichmäßige Abdeckung der Stütze.
Nährstoffe
Leicht düngen – diese Art wächst sehr kräftig in mäßig fruchtbaren Böden und wird bei hohem Stickstoffgehalt zu blattreich. Für Pflanzen im Boden im Frühjahr Kompost einarbeiten und eine sparsame Dosis Langzeitdünger (z.B. 10‑10‑10) verwenden. In Kübeln reagiert sie gut auf eine halbierte, ausgewogene Flüssigdüngung monatlich während des Wachstums, mit leichtem Kaliums-Schwerpunkt zur Blütenunterstützung. Im Winter nicht düngen. Vor und nach der Düngung immer gießen, um Wurzelverbrennungen zu vermeiden und Salze regelmäßig auszuspülen.
Temperatur
Das beste Wachstum findet zwischen 15–28°C statt. Etablierte Pflanzen tolerieren kurze Tiefen bis etwa −3 bis −5°C, wiederholte harte Fröste können jedoch Laubverlust oder Absterben des oberen Wachstums verursachen. In kühlen Regionen die Krone mulchen und vor kalten Winden schützen; in Behältern Mindesttemperaturen über 5–7°C einhalten und das Substrat bei Kälte trocken halten. Hitzetolerant bei ausreichender Bodenfeuchtigkeit und Luftzirkulation. Im Freien geeignet für USDA-Zonen etwa 8b–11.