Gewöhnlicher Hauswurz
Auch bekannt als
Hauswurz, Hennen und Küken, Mauerpfeffer, Dachwurz, Donnerbart
Halten Sie den Pflegeratgeber für diese Pflanze griffbereit.
App ladenÜber Gewöhnlicher Hauswurz
Sempervivum tectorum, allgemein bekannt als Hauswurz oder Hennen und Küken, ist eine kälteresistente, rosettenbildende Sukkulente, die in bergigen und felsigen Teilen Europas heimisch ist. Sie bildet dichte, symmetrische Rosetten von 5–15 cm Durchmesser mit fleischigen, spitz zulaufenden Blättern, die bei starkem Sonnenlicht oder kühlem Wetter oft rot gefärbt sind. Reife Rosetten (die „Hennen“) produzieren zahlreiche Ableger („Küken“) auf kurzen Ausläufern, wodurch sich ausdehnende Matten entstehen. Im Sommer entwickelt eine reife Rosette einen kräftigen, 15–30 cm hohen Blütenstängel mit sternförmigen rosa bis rötlichen Blüten; die blühende Rosette ist monokarpisch und stirbt danach ab, aber die Ableger füllen die Lücke schnell. Angepasst an extreme Trockenheit und magere, mineralische Böden, gedeiht S. tectorum an Orten, wo viele Pflanzen scheitern – auf Mauern, in Steingärten und sogar auf Dächern, wie der Artname („vom Dach“) ahnen lässt. Seine flachen, faserigen Wurzeln und wachshaltigen Blätter speichern Wasser effizient, während die hervorragende Drainage Fäulnis verhindert. Einfach, langlebig und architektonisch, ist sie ausgezeichnet für Pflanzgefäße, Tröge, Xeriskaping und begrünte Dächer geeignet.
Taxonomie
Eigenschaften & Anforderungen
Wie man Gewöhnlicher Hauswurz pflegt
Wasser
Tief, aber selten gießen, damit das Substrat zwischen den Gießvorgängen vollständig austrocknen kann. Im Frühling und frühen Sommer gießen, wenn die Töpfe sehr leicht sind oder die Blätter ihren Glanz verlieren—häufig alle 10–21 Tage im Freien, wobei die Regenmenge berücksichtigt werden muss. Im Hochsommer und Winter drastisch reduzieren und fast trocken halten, besonders in feuchten Klimazonen. Immer das Substrat wässern, nicht den Rosettenkern, und abendliche Überkopf-Bewässerung vermeiden. Sofortige Drainage sicherstellen und stehendes Wasser in Untersetzern verwerfen.
Licht
Reichlich Licht bieten. Draußen volle Sonne (6+ Stunden) für kompakte Rosetten und beste Farbgebung; in sehr heißen Wüsten leichten Nachmittagsschatten bieten. Drinnen das sonnigste Süd- oder Westfenster wählen, oder mit 10.000–20.000 Lux LED-Wachstumslicht für 12–14 Stunden täglich ergänzen. Unzureichendes Licht verursacht gestreckte, lose Rosetten und stumpfe Farbe. Pflanzen allmählich akklimatisieren, wenn sie aus dem Schatten oder Innenbereich kommen, um Blattverbrennungen zu vermeiden.
Nährstoffe
Allenfalls sparsam düngen. In mageren, kiesigen Böden benötigt Sempervivum tectorum wenig bis gar keinen Dünger. Falls gewünscht, im Frühjahr, wenn das Wachstum wieder einsetzt, einen kaktus-/sukkulenten Spezialdünger mit niedrigem Stickstoffgehalt in 1/4–1/2 der üblichen Stärke verwenden. Nährstoffreiche, wasserhaltefähige Mischungen und Langzeitdünger vermeiden, da sie weiches, fäulnisanfälliges Wachstum fördern. Im Winter oder während großer Sommerhitze nicht düngen. Zu viel Dünger kann zu langgestreckten Rosetten und verminderter Färbung führen.
Temperatur
Außergewöhnlich kälteresistent bei trockener Haltung: verträgt etwa -30°C, USDA Zonen 3–8. Ideale Wachstumstemperaturen sind kühl bis mild, etwa 10–24°C mit guter Luftzirkulation. Anhaltend heiße, feuchte Nächte können die Pflanzen belasten; in warmen Klimazonen nachmittags Schatten bieten und zusätzliche Drainage sicherstellen. Über den Winter draußen in gut drainierenden Medien überwintern; bei Kübeln vor anhaltender winterlicher Nässe schützen. Innenräume vermeiden, die überheizt sind—kühle Nächte verbessern Farbe und Vitalität.